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Faszination Schwert 2

Was haben Gassenhauer, Amazonen und Eberhard im Bart gemeinsam?

Die Erwähnung in der Ausstellung „ Faszination Schwert“ im Alten Schloss in Stuttgart. Am 10.02.2019 machten sich 19 interessierte Personen auf den Weg nach Stuttgart, um die Schwertgeschichte von den Germanen bis heute zu bestaunen.

 Bei einer vom Verein Zeitsprung gespendeten Führung lernten wir, dass die „Gassenhauer“ nicht nur mit Musik zu tun hatten, sondern auch mit schweren Bidenhändern mit einem Gewicht von 4 kg. Mit solchen Schwertern haben die Elite-Landsknechte eine Gasse in die gegnerische Armee geschlagen – die Gassenhauer. Diese Schwertart bestand bis zum 30-jährigen Krieg.

Unser Führer Herr Weinert erklärte uns unter anderem anschaulich die unterschiedlichen Materialien der keltischen und römischen Schwerter. Wie die Römer von den Kelten lernten wir, dass lange Klingen gut für den Kampf vom Pferd aus sind. Andere erkannten die Vorteile des Eisens als Material oder machten einen Panzerbrecher daraus. Früher wie heute war Weiterdenken angesagt.

Selbst Markenpiraterie gab es schon im 9.Jahrhundert. Schwerter wurden schon in der Bronzezeit von Mitteleuropa bis Ägypten gehandelt.

Waffenschmied war ein ehrbarer und einträglicher Beruf. Das Schwert wandelte sich in Länge, Breite und Form je nach angewandter Kampftaktik, bis es schließlich zu einem politischen Symbol wurde. In den 1980er Jahren wurde das Schwert zur politischen Propaganda benutzt. So wurde das Schwert zum Pflug geschmiedet nach einem biblischen Zitat.

Noch heute spielt das Schwert beim Ritterschlag in England eine führende Rolle. Während des Gangs durch die faszinierenden Räumlichkeiten entdeckten wir auch Funde aus Hailfingen, die sogenannten Schwertperlen sowie Grabbeigaben aus Gäufelden-Nebringen.

Aber nicht nur Männer hatten mit Schwertern zu tun. Die Redewendung „ Böse Zungen schneiden schärfer als Schwerter“ wird wohl den Frauen zugesprochen. Doch es gibt auch die kriegerischen Amazonen, die nach Funden in der Ukraine nicht nur Mythos sind. Diese kämpften mit ihren Schwertern genauso gnadenlos wie die Männer, und auch Ihnen wurden die Waffen mit ins Grab gelegt.

Manche adelige Ehebrecherin wurde durch das Schwert hingerichtet. Das Schwert als Richtschwert hatte eine abgerundete Spitze und wurde nur zum Hieb verwendet. Die Enthauptung war bei gut geschliffenem Schwert kurz und schmerzlos.

Hortfunde in Nordeuropa zeugten von Opfergaben. Sagenumwobene Schwerter wie das Excalibur hatten auch wir nicht aus dem Stein ziehen können.

So zogen wir ohne neues Reich aber mit großem Appetit und Kaffeedurst weiter ins Restaurant Amadeus im alten Waisenhaus. Dort hatten wir bei gutem Essen und interessanter, humorvoller Unterhaltung noch einen krönenden Abschluss. Wir danken allen für diesen tollen Nachmittag und freuen uns auf ein Wiedersehen. Einige Eindrücke finden Sie in der Bildergalerie.

Für alle Interessierten geht die Ausstellung noch bis zum 28.04.2019 (Link).

Autor: Beate und Wolfgang Losert

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